Aktuelles Rahmenprogramm:

 

Flüchtige Kindheit

 

Unter dem Titel „Flüchtige Kindheit“ widmet sich das Rahmenprogramm der Ausstellung „WIR WAREN NACHBARN“ in seinem Jahresschwerpunkt 2017 dem Thema der Kindheit unter den Bedingungen von Flucht und Exil. Dabei wird in den unterschiedlichen Veranstaltungen sowohl der historische Bezug hergestellt, als auch die aktuelle Situation von Kindern und die pädagogische Seite beleuchtet.

 

 

 

9. Mai 2017, 19 Uhr

Rathaus Schöneberg, Goldener Saal

Erinnert werden - Zugänge zum zeitgeschichtlichen Lernen mit Kindern

Vortrag von Prof. Dr. Detlef Pech


In den vergangenen 15 Jahren widmete sich die didaktische Diskussion zunehmend der Frage nach der Bedeutung und den Besonderheit zeitgeschichtlichen Lernens in der Arbeit mit Kindern. Empirische Arbeiten zu Vorstellungen und Wissensbeständen von Kindern über den Holocaust/Nationalsozialismus wurden ebenso vorgelegt wie konzeptionell ausgerichtete Publikationen und konkrete Materialien für die Arbeit mit Kindern.
Die verschiedenen Ansätze fokussieren immer wieder auf die Bedeutung einer Auseinandersetzung mit Biografien. Das "Lernen an Biografien" nimmt die Idee auf, dass es um den einzelnen Menschen geht und dieser zu einem Prisma für das Zeitgeschehen werden kann.
Der Vortrag greift diese Ansätze auf und bündelt sie, um daraus Konsequenzen für die pädagogische Thematisierung zu ziehen.

 

 

Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

 

 

Lesung und Gespräch

mit der Zeitzeugin

Rahel R. Mann (Jg. 1937)

 

Mo., 1. Mai 2017

17:30 Uhr in der Ausstellung

 

 

Foto 2014

 

 

Seit März 2014 liest Rahel Mann an jedem ersten Montag des Monats aus dem Buch "UNS KRIEGT IHR NICHT" von Tina Hüttl. Dabei ist es ihr wichtig, nach dem Lesungsteil immer wieder auf die individuellen Fragen der Anwesenden einzugehen.

Rahel Mann hat als Kind versteckt in Berlin überlebt: bei wechselnden Familien und zuletzt in einem Kellerraum in Schöneberg, versorgt von einer Hauswartsfrau. Im Zentrum steht die Frage, wie sie diese Erfahrungen verarbeitet hat und heute als Medizinerin, Psychotherapeutin und Lyrikerin mit ihnen umgeht.

 

 

Bilder von der Lesung mit dem Ehepaar Michalski

am 3. August 2015: