SONDERAUSSTELLUNG:
 

 

Der Blick, die Perspektive waren ungewöhnlich. Die Objekte wurden auf besondere Weise arrangiert und fotografiert. Der Lichteinfall, starke Kontraste, lange Schatten bestimmten die Gestaltung. Sie experimentierten mit dem Medium Fotografie. Einige von ihnen hatten ihr Examen als Fotografin am
Lette-Verein bestanden, andere waren in einem Atelier ausgebildet worden.
„Die Riess“, Yva, Marianne Breslauer  und Eva Besnyö sind nur einige der Namen der Fotografinnen, die sich in den 1920er Jahren etablierten. Sie waren Teil der Moderne – und sie kamen aus jüdischen Familien.
Die verheißungsvollen Karrieren der sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten wurden durch die Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 abgebrochen. Wie die Einzelnen der Verfolgung begegneten, zeigen ihre Biografien.
Mit dieser Sonderausstellung vermitteln wir einen Eindruck vom Leben und Wirken dieser prominenten Vertreterinnen der modernen Fotografie.

 

Die Sonderausstellung „Hinter der Kamera“ wurde als Unterrichtsprojekt unter Anleitung von Annette Dooman von Schülerinnen und Schülern im Ausbildungsgang Grafikdesign im Lette Verein Berlin gestaltet.

 

 

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Sonntag, 26. Januar 2020, 17:00 Uhr
Apostel-Paulus-Kirche

Grunewaldstraße/Ecke Akazienstraße

 

 

HOLOCAUST-GEDENKTAG

 

Unter dem Motto: „Ein Leben in Stücken:  Arno Nadel – Musiker, Komponist, Dirigent, Musikwissenschaftler, Maler und Autor“ werden wir 2020 den Schöneberger Musiker, Komponisten, Dirigenten, Musikwissenschaftler, Maler und Autor Arno Nadel in den Mittelpunkt der Veranstaltung stellen, der 1943 ermordet wurde. Viele seiner Arbeiten, darunter eine siebenbändige Sammlung jüdischer Musik, wurden vernichtet. Das Leben dieses weithin unbekannten Künstlers, das Frau Dr. Ladwig-Winters im Rahmen der Veranstaltung vorstellen wird, wurde auch für unser Ausstellung aufgezeichnet und wird in dem neuen biografischen Album nachlesbar sein, das wir zur Gedenkveranstaltung präsentieren.

 

 

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Letzte Lesung und Gespräch

mit der Zeitzeugin

Rahel R. Mann (Jg. 1937)

 

Mo., 3. Februar 2020

17:30 Uhr 

in der Ausstellung

 

 

Foto H. Jerabek 2017

 

 

Seit März 2014 liest Rahel Mann an jedem ersten Montag des Monats aus dem Buch "UNS KRIEGT IHR NICHT" von Tina Hüttl. Dabei ist es ihr wichtig, nach dem Lesungsteil immer wieder auf die individuellen Fragen der Anwesenden einzugehen.

Rahel Mann hat als Kind versteckt in Berlin überlebt: bei wechselnden Familien und zuletzt in einem Kellerraum in Schöneberg, versorgt von einer Hauswartsfrau. Im Zentrum steht die Frage, wie sie diese Erfahrungen verarbeitet hat und heute als Medizinerin, Psychotherapeutin und Lyrikerin mit ihnen umgeht.

 

 

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